Argh
Grindweh, Hals kratzt und schmerzt, Nase zu. Mühsam ist das. Argh.
Manche Fussballer wären besser Schauspieler geworden.
Zahllose Headhunter aus Hollywood werden AC-Milan-Torhüter Dida nach der gestrigen Vorstellung in Glasgow die Hütte einrennen.
Eigentlich…
Ist es eigentlich von einem moralisch-ethischen Gesichtspunkt aus betrachtet nicht ziemlich heuchlerisch, Bio-Fleisch zu kaufen und zu essen? Zum einen ist es ja eigentlich ganz schön fies, ein glückliches Tier zu killen – wenn man hingegen Fleisch aus Massentierhaltung konsumiert, wird das Tier von seinem Elend erlöst. Und jetzt mal angenommen, jedes Leben ist besser als die Nichtexistenz – diese Tiere würde es ja gar nicht geben, wenn ich nicht mit meinen Billigkäufen den Bedarf an ihnen schaffen würde. Mein hungriger Magen ist deren Lebensgrundlage!
Zitter, Wackel, Ruckel
“Das Bourne Ultimatum” – nur so am Rande, ein Film mehr mit Deppenleerzeichen im Titel (argh!) – ist ja an sich ein solider Actionstreifen, wenn auch mit etwas dünner Story, aber doch ziemlich rasant und kurzweilig. Er setzt aber einen visuellen Trend fort, dem ich gar nichts abgewinnen kann – dieser Mist hat mich beispielsweise auch bei den Kampfszenen von “Batman Begins” gestört. Es ist einfach jede Aufnahme, egal ob Dialog, Verfolgungsjagd oder Schiesserei, verwackelt und verruckelt. Ich weiss nicht was das soll – als Stilmittel für gewisse Szenen ist das sicher sinn- und reizvoll, um eine realistische Härte reinzubringen. Aber muss es denn verdammt nochmal jede einzelne Aufnahme sein?
Zweikanalton, bitte
SFzwei hat – und das ist eine der wenigen Pluspunkte, die ich dem Sender zugestehe – die angenehme Angewohnheit, bei vielen Serien und Filmen im Zweikanalton zu senden. So wird meistens noch die Originaltonspur mitgeliefert, was ich bei manchen Produktionen sehr zu schätzen weiss. Nun habe ich mir gestern beim Länderspiel Schweiz - Holland die Frage gestellt, weshalb denn eigentlich diese Technik nicht genutzt wird, um in der zweiten “Tonspur” den nervigen Kommentator auszublenden. Wozu zum Geier benötige ich als sehender Mensch einen Plapperi, der mir ständig sagt, was auf dem Platz passiert? Wenn ich das doch ohnehin schon sehe? Ein Fussballmatch ohne das ganze Gerede wäre mal eine echte Wohltat. Hierzu rechne ich übrigens auch die die sinnfreien Gespäche von Alain Sutter mit Mathias Hüppi oder die überflüssigen Spielerinterviews nach dem Spiel: “Ja äh, wir waren zu wenig aggressiv, hatten zu wenig Ballbesitz, und äh, deswegen haben wir verloren.” (Ach, tatsächlich…)
Sachen, wo ich hassen tu.
Diese Liste musste nun einfach mal gemacht werden. Ich hasse folgendes:
Risotto. Gott, ich hasse Risotto. Homöopathie. Technik- und Fortschrittsfeindlichkeit. Aberglaube. Verschwörungstheoretiker, die es wirklich ernst meinen. Pseudo-Umweltschutz an Open-Airs (diese verfluchten Jetons verliert man immer! Oder den Becher! Oder beides!) Die möchtegern-schlauen Bandwurmsätze, die Stephan Klapproth in 10vor10 von sich gibt. Die verblödeten Nachrichtensendungen des Schweizer Staatsfernsehens im Allgemeinen (wär mir ja egal, wenn ichs nicht bezahlen müsste). Keine Zeit zu haben, Bücher zu lesen. Wenn ich mal Zeit habe, ein Buch zu lesen, ein beschissenes zu erwischen. Paulo Coelhos esoterische Selbsthilfeliteratur. Nickelback. Nirvana. Harry Potter. Noch schlimmer: Harry-Potter-LeserInnen (Es ist ein Kinderbuch, Mensch). Filme mit Nicholas Cage. Filme von Michael Bay (meistens). Der Gipfel: Filme mit Nicholas Cage von Michael Bay (z.B. The Rock). Autofilme. Champions-League-lose Zeit. Fabio Coltorti. Marketing-Worthülsen. Deppenleerzeichen, Apostrophitis und Binnenmajuskeln (Ich bekenne mich zum Pedantismus). Auf den Zug rennen.
So, das wars vorerst. Musste nun einfach mal raus. Um dem hier erzeugten Bild des notorischen Nörglers und misanthropischen Rummotzers entgegenzuwirken möge zu gegebener Zeit eine Liste mit Dingen kommen, die ich mag…
Scheinheiligkeit
Die Meldung ist zwar schon etwas älter, aber da ich so schmunzeln musste, als ich das las, soll es hier nicht unerwähnt bleiben:
Christan Waber, einer jener Moralisten, die DJ Bobos (beschissenen) Song verbieten wollen, hat sich in einem Sex-Chatroom rumgetrieben. Gnihihi, vielleicht ja ein Fingerzeig Gottes? Heuchler…
DJ Bobo, der Satanist.
Gopfertami, wie blöd kann man eigentlich sein? 49′082 Menschen in der Schweiz haben tatsächlich eine Petition unterzeichnet, die eine Absetzung des “satanischen” Songs von DJ Bobo fordert:
Nach Ansicht des Petitionskomitees verniedlicht der Liedtext Hölle und Teufel. «Da hört der Spass endgültig auf», heisst es in der Bittschrift.
Weitere reaktionär-fundamentalistische Aspekte lässt die Pressemitteilung der EDU erkennen. Uh, das macht mich hässig… Ich meine, DJ Bobos Musik ist ja wirklich unglaublich schlecht - sein musikalisches Niveau lässt sich nur schwer unterbieten. Eine Petition, die ein Verbot aufgrund mangelnder musikalischer Qualität ein Verbot fordern würde, liesse sich ja noch einigermassen mit gesundem Menschenverstand begründen.
Die EDU weist in diesem Zusammenhang auf die Gefahren okkulter Praktiken hin. Zu viel steht auf dem Spiel: Wer dem Teufel die Seele verkauft, verspielt sein ewiges Leben. Satan ist bittere Realität - leider; aber auch Gott: Liebe statt Hass, Errettung statt Tod, ewiges Leben statt ewige Verdammnis.
Mein Gott… bitte fahrt zur Hölle, liebe Initianten.
Loose-Change-Idioten
Ich habe dem Versuch, 9/11-Verschwörungstheoretiker mit rationalen Argumenten zurück auf dem Pfad der Tugend zu bringen, endgültig aufgegeben. Es bringt einfach nix. Zusammengefasst:
I praise the film Loose Change because it allows me to easily identify the morons of America. Anytime someone references it in support of some 9/11 conspiracy theory, I can instantly peg them as a moron. This saves me from ever listening to that particular moron’s opinion ever again.
Thank you Loose Change!
Gefunden in den Kommentaren von digg.com