Mein Versuch, unbefangen einem Konzert des Wu Tang Clans beizuwohnen und dem Ganzen etwas Positives abzugewinnen.
Ist gründlich misslungen. (Aber das Bier war okay, dort.)
Immer nur Motzen
Ja, ich weiss, ständig motze ich nur rum. Aber eins muss einfach mal wieder gesagt werden: Coldplay ist immer noch eine echt beschissene Band. So.
Aufregen tu ich mich oft über die kleinen Dinge.
Zum Beispiel darüber, dass Google ein neues, unpassendes, hässliches Favicon hat.
(Nein, echt, ohne Scheiss jetzt)
Die Open-Air-Saison hat begonnen…
…und irgendwie fühlt sich mein Schädel noch heute Dienstag an wie Birchermüesli. Und das, obwohl ich es nicht mehr wagte, die ganzen drei Tage des mit Abstand gemütlichsten Open-Airs der Schweiz (mit der konkurrenzlos hässlichsten Webseite) durchzumachen. Entweder ich werde alt oder bin ein Weichei. Ziemlich sicher aber beides…
Gopfertami, Open Air St. Gallen
Liebes Open Air Sankt Gallen.
Deine neue Webseite ist scheisse. Ich habe nun Genickschmerzen.
Liebe Grüsse
Michi-R.
P.S.: Das Line-up geht in Ordnung. (Genickschonender Link-Tipp)
Religiöse Flugblätter
Gestern hat mir am Bahnhof eine Dame mit Rock und funkelnden Augen einen Flyer in die Hand gedrückt. Darauf stand in blutroten Lettern: “Selbstmord? Nach der Tat gehts weiter!”. Darunter ein Photo eines Business-Man, das Gesicht verzweifelt in den Händen versunken, ein Galgenstrick an der Decke. Die sich mir kurz stellende Frage, ob ich denn besonders Selbstmordgefährdet aussehe verflog bald wieder, denn ein Blick zurück verriet: die verwirrte Frau deckte einfach wahllos jedermann mit besagtem Flyer ein. Der mit Bibelzitaten gespickte Text hatte in etwa folgende, zugegeben wenig überraschende Grundaussage: Bringe dich nicht um mein Sohn, denn Gott mag das nicht und schickt dich in die Hölle, wo du in alle Ewigkeit Höllenqualen erleiden musst, und so weiter und so fort. Irgendwie entlarvend für diese Leute: Nicht all die schönen Dinge, die Freuden des Lebens sind die besten Gründe gegen Selbstmord – vermutlich weil viele dieser Freuden angeblich von Gott auch nicht gerne gesehen werden und ebenfalls zu ewigen Höllenqualen führen – sondern die schiere Angst, in alle Ewigkeit vom Teufel gefoltert zu werden.
Digitale Umgangsformen!!??
Ich reagiere bisweilen allergisch bis gereizt auf Leute, die ihren unheimlich wichtigen Anliegen und Fragen stets mit mehreren Frage- und/oder Ausrufezeichen Nach- und Ausdruck verleihen. Mich nervt das ja dermassen.
Kurze Leidensgeschichte
Gestern sass ich im Zug und hatte ganz furchtbare Kopfschmerzen. Mein Glück: ich hatte Kopfschmerztabletten dabei. Mein Pech: darauf stand “Filmtabletten mit etwas Flüssigkeit einnehmen”. Und Flüssigkeit, nun, die hatte ich halt so grad nicht dabei. Egal, dacht ich mir in meinem Kopfschmerz und schmiss mir zwei von den Dingern rein. Die Rache ebendieser Dinger für das Nichtbefolgen der Gebrauchsanweisung war dann umso gemeiner: Magenbrennen und Speiseröhrenschmerz, bis in die späte Nacht. Und die Moral von der Geschicht? Gebrauchsanweisungsbefehle, die Missachte nicht – es genügt halt nicht, die fucking Manual nur zu lesen – man sollte sie auch befolgen.
(Nun, immerhin waren die Kopfschmerzen ja dann weg – offen bleibt, ob dies der Wirkung der Tabletten zuzuschreiben ist oder nur einfach ein Schmerz den andern verblassen liess)
Versperrte Sicht
Welcher verdammte Paragraph von Murphy’s Law besagt eigentlich, dass sich bei jedem Konzert, das ich besuche, der grösste Typ des ganzen Konzertsaals immer genau vor mir postieren muss?
Aber sonst: Das Interpol-Konzert war wirklich erste Klasse.
Arcade Fire überhüpfen die Schweiz. Fies.
Ärgerlich, deprimierend, fies und eigentlich ein lautes “argh!” wert ist der Tourkalender von Arcade Fire:
…
11/08 Berlin, Germany - Columbiahalle
11/10 Vienna, Austria - Gasometer
11/11 Munich, Germany - Tonhalle
…
Am Openair in St. Gallen hab ich den verrückten Haufen diesen Sommer gesehen und gehört. War einfach monumental, wenn man das mal so sagen darf. Trotzdem hätt ich die gerne noch in einem Club erlebt.
Ach ja: zum Song “Neon Bible” haben die sozusagen ein interaktives Musikvideo gemacht. Interessante Sache.